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     +++  Neptunfest der Erzieher 2020  +++     
 

Justizfachangestellte/r

Recht haben und Recht bekommen, das sind zweierlei Dinge. Sich aber im Recht auskennen und dieses anwenden, ist der Wunsch vieler jungen Menschen. Justizfachangestellte werden im öffentlichen Dienst ausgebildet. Hier wird Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Einsatzbereitschaft verlangt. Sehr wichtig ist auch der Umgang und die Hilfsbereitschaft gegenüber ratsuchenden Menschen. Man muss zuhören können und Konflikte mit Hilfe gesetzlicher Regelungen lösen.

 

Der junge Mensch, der aufgeschlossen und kontaktfreudig ist, bringt geeignete Voraussetzungen mit, um diesen anspruchsvollen Beruf auszuüben.

 

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt insgesamt drei Jahre.

 

Ausbildungsorte

Die duale Ausbildung erfolgt einerseits in den Betrieben. Das sind die Amtsgerichte in den Städten

 

  • Brandenburg

  • Neuruppin

  • Oranienburg

  • Cottbus

  • Fürstenwalde


Andererseits findet die theoretische Ausbildung am Oberstufenzentrum „Alfred Flakowski" in Brandenburg an der Havel statt.

 

Arbeitsgebiete

Justizfachangestellte nehmen verwaltende und büroorganisatorische Aufgaben bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften wahr.

Sie sind überwiegend in Service-Einheiten in den folgenden Fachgebieten tätig:

 

  • Zivilprozess

  • Zwangsvollstreckung

  • Insolvenzen

  • Ehe- und Familiensachen

  • Strafprozess

  • Grundbuch

  • Nachlass

  • Vormundschaft und Betreuung

  • Register


Dort sind sie auch Ansprechpartner für ratsuchende Bürger und müssen deren besondere Situation und Interessen berücksichtigen.

 

Berufliche Fähigkeiten

Während Ihrer Ausbildung werden Justizfachangestellte auf folgenden Gebieten die entsprechenden beruflichen Fähigkeiten entwickeln:

Justizfachangestellte

 

  • setzen Informations- und Kommunikationstechniken aufgabenorientiert ein,

  • erteilen Auskünfte,

  • nehmen Anträge, Rechtmittel, Rechtsbehelfe und Erklärungen auf,

  • führen Registraturarbeiten durch,

  • führen Dateien und Karteien,

  • bearbeiten Posteingang und Postausgang,

  • berechnen Vermerke und überwachen Fristen,

  • gewähren Akteneinsicht,

  • fertigen Schriftstücke aus und beglaubigen Schriftstücke,

  • veranlassen Veröffentlichungen,

  • erheben statistische Daten,

  • veranlassen Zustellungen und überwachen deren Ausführung,

  • erstellen Protokolle,

  • berechnen Kosten,

  • überwachen Zahlungseingänge.


Der Berufsschulunterricht soll die praktische Ausbildung in den Amtsgerichten durch theoretische Grundlagen untermauern. Dies geschieht mit hochqualifizierten und motivierten Lehrern, die Sie mit viel Engagement auf Ihre Zwischen- und Abschlussprüfung vorbereiten.

 

Unterrichtsstunden und Unterrichtsfächer

Der Schulbesuch wird durch einen Turnusplan organisiert. Zwei Wochen praktische Ausbildung in den Betrieben wechseln sich mit einer Woche in unserem Oberstufenzentrum ab.

 

Während der Ausbildung erhalten sie eine Wissensvermittlung in den berufsübergreifenden Unterrichtsfächern Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde, Englisch und Sport.

 

Der berufsbezogene Teil ist in Lernfelder gegliedert. 12 Lernfelder umfasst dieser berufsbezogene Teil. Hier erfahren Sie etwas über rechtliche Grundlagen, die bei Eintritt in das Berufsleben bedeutsam sind, über wichtige Regelungen der Beschäftigung im öffentlichen Dienst bis hin zu den theoretischen Grundlagen der einzelnen Rechtsgebiete, denen Sie in der praktischen Tätigkeit begegnen werden. Gleichzeitig werden Ihnen wichtige Kenntnisse der Textverarbeitung und Textautomation vermittelt, um auch die moderne Technik der Informationsverarbeitung zu beherrschen.